Major Fürst Eberhard von Urach Graf von Württemberg

 

 

 

 

Fürst Eberhard von Urach (Graf von Württemberg, Prinz von Monaco und Herzog von der Teck) wurde am 24. Januar 1907 in Stuttgart geboren.
Über seine Schulausbildung und seinen Eintritt in die Wehrmacht ist nichts bekannt. Mit Rangdienstalter vom 1. März 1938 (53) wird er zum Rittmeister befördert und zumindest Anfang 1939 ist er Chef der 8. (Radf.)/Kavallerie-Regiment 18.
Bei Kriegsbeginn ist er Chef der 2. (Radf.-) Schwadron der Aufklärungs-Abteilung 35 der 35. ID. Diese Abteilung wurde direkt durch Abgaben des Kavallerie-Regiments 18 aufgestellt. Die Division befindet sich bis Ende 1939 am Ober- und Niederrhein bei der 7. bzw. 6. Armee und wird erst im Verlauf des Frankreichfeldzugs nach Frankreich verlegt.
Im Herbst 1940 wird er Kommandeur der am 10. November 1940 auf dem Truppenübungsplatz Heuberg aufgestellten Aufklärungs-Abteilung 94. Die Aufstellung erfolgte durch die Aufklärungs-Ersatz-Abteilung 18 und die AA 94 wurde anschließend der 4. Gebirgs-Division des Generalmajor Eglseer unterstellt.
Mit der Abteilung verfolgt er im Spätsommer 1941 nach der Schlacht um Uman die russischen Truppen über den Dnjepr bis zu deren neuer Verteidigungslinie. Er wird dann zusammen mit rumänischen Gebirgstruppen in schwere Abwehrkämpfe verwickelt, wofür er die Auszeichnung „Stern von Rumänien“ erhält.
Mit RDA vom 1. Januar 1942 (376) wird er zum Major befördert. Ende 1941/Anfang 1942 übernimmt er die (Kosaken-) Kavallerie-Abteilung „Fürst von Urach“. Diese ist zumindest ab dem 11. Mai 1942 beim Korück 518 am Don eingesetzt. Am 15. August 1942 wird die Abteilung in Kavallerie-Regiment „Fürst von Urach“ umbenannt und bereits am 26. August wiederum in Kavallerie-Regiment „von Jungschultz“. Zu dieser Zeit verlässt von Urach das Regiment wohl auch. Das Regiment gehört dann später zur 1. Kosaken-Division.
Im September 1942 übernimmt er von Rittmeister Friedrich-Wilhelm von Bernhardi die AA 150 der 50. ID, welche wenig später in Radfahr-Abteilung 150 umbenannt wird. Im Februar 1943 ist er Führer der Divisionsreserve der 50. ID auf dem Rückzug vom Kaukasus an den Kuban und gleichfalls im Februar wird bei der 50. ID der Verband „von Urach“ gebildet, dessen Führung er übernimmt.
Er verlässt dann die 50. ID und wird Kommandeur der schnellen Abteilung 505 an der Kanalküste. Diese Abteilung entstand aus der schnellen Abteilung 18 und war zeitweise der Schnellen Brigade 30 unterstellt. Ab Anfang September 1944 ist die Abteilung der 245. ID unterstellt und steht im Kampf mit Partisanen nahe der belgischen Grenze. Am 8. September kann ein kanadischer Brückenkopf bei Beernem durch die 2. Schwadron und 2 Kompanien Infanterie erfolgreich bekämpft werden. Der Rest der Abteilung wird zu dieser Zeit am Brügge-Gent-Kanal fast aufgerieben. Fürst von Urach gerät hierbei etwa am 9. September 1944 zusammen mit seinem Adjutanten und dem Chef der 3. Schwadron in Kriegsgefangenschaft, der Chef der 1. Schwadron fällt.
Nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft heiratet er am 20. Mai 1948 in Regensburg Prinzessin Iniga von Thurn und Taxis und verstirbt am 28. August 1969 in Tutzing.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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