Deutscher Kreuz in Gold Träger Hans Thallwitz

Hans Thallwitz wurde am 24. Mai 1920 in Crossen an der Oder geboren. Nachdem er 1938 das Abitur bestanden hatte, trat er als Fahnenjunker dem Grenz-Infanterie-Regiment 121 bei.
Nach der erfolgreichen Teilnahme am Polenfeldzug, erlebte er den Frankreichfeldzug als Fahnenjunker-Feldwebel bei der 2./IR 122 unter Oberleutnant Zimmermann, welcher ebenfalls gebürtiger Crossener war.
Noch vor dem Angriff auf Griechenland wurde er 1941, nach Absolvierung der Kriegsschule, zum Leutnant befördert und übernahm einen Zug der 2./IR 122.
Bei Beginn des Kriegs gegen die Sowjetunion war er am Stoßtruppunternehmen des IR 122 über den Pruth bei Galatz in Rumänien unter Oberleutnant Hannes Richter beteiligt. Beim Vorstoss auf die Krim Ende 1941 übernahm er die Führung der 1./IR 122.
Am 19. September 1942 wurde ihm als Leutnant und Führer der 1./IR 122 das Deutsche Kreuz in Gold verliehen.
Nach der Führung der Kompanie im Kaukasus und im Kuban-Brückenkopf übernahm er beim Rückzug auf die Krim eine schwere Grenadierkompanie und später ein Marinebataillon. Nach der Wiederaufstellung der 50. ID im Sommer 1944 wurde er Chef der 4./Füsilierbataillon 50 und Ende Juli 1944 übernahm er das II./GR 123, bei dem er am 11. August 1944 schwer verwundet wurde. Seine Ernennung zum Hauptmann hatte er bereits vor seinem 24igsten Geburtstag erhalten, was ihn sicher zu einem der jüngsten Offiziere in diesem Rang in der gesamten Wehrmacht machte.
Nach dem Krieg fand er mit seiner Frau Elfriede in Berge bei Meschede eine neue Heimat und eröffnete dort eine Drogerie. Bei Gründung der Bundeswehr bewarb er sich und wurde als Hauptmann eingestellt. Bis zu seiner Pensionierung erreichte er den Dienstgrad des Oberstleutnants.
Hans Thallwitz verstarb am 2. August 1991 in Kaarst bei Neuss im Alter von 71 Jahren.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE