Oberst Werner von Seeler

Werner von Seeler wurde am 8. Mai 1907 geboren und ist soweit bekannt in Potsdam aufge-wachsen.

Zumindest ab 1939 ist er Hauptmann und Chef der 3. Kompanie des Grenzinfanterie-Regiments 122. Zwischen dem Beginn des Polenfeldzugs und Ende 1940 ist er Chef der 5./122 sowie im Frankreichfeldzug Chef der 8./IR 122 und übernimmt spätestens am 14. Juni 1940 die Führung des I./IR 122 für den am 8. Juni 1940 gefallenen Hptm. von Strotha. Zwischen dem 1. Januar 1941 und dem 31. März 1941 ist er Kommandeur des II./122. Anschließend ist er Stomü bis 30. April 1940 (Stabsoffizier für Marschüberwachung der 50. ID auf dem Wege zur bulgarisch-griechischen Grenze).
Nach Beginn des Russlandfeldzugs ist er bereits Major und Kommandeur des I./IR 122. Am 1. Mai 1943 wird er zum Oberstleutnant befördert und erhält am 8. Juli 1944 als Kommandeur des GR 276 das Deutsche Kreuz in Gold. Das Regiment gehörte zur 94. ID und ist in Stalingrad vernichtet worden. Nach der Wiederaufstellung in Frankreich wurde es im Sommer 1943 nach Italien verlegt und war im Mai 1944 bei Rom eingesetzt. Bei den dortigen Abwehrkämpfen hatte das Regiment so schwere Verluste, dass es aufgelöst wurde. Seine Reste kamen zur 305. ID.
1944 wird von Seeler zum Oberst befördert, sein Rangdienstalter wird auf den 1. April 1944 verbessert. Von Seeler verbleibt bei der 305. ID und wird Kommandeur des GR 576 der Division. Die Division kämpft den Rest des Jahres 1944 und auch 1945 in Italien und gerät nördlich des Gardasees in amerikanische Kriegsgefangenschaft.
Oberst von Seeler war im April 1945 nach Kampfkommandant von Laibach. Im Mai übernimmt er dann in Slowenien die Führung der Korpsgruppe von Seeler, welche vorher nach dem Höheren SS- und Polizeiführer Rössener benannt war. Von Seeler zieht sich mit seinen Truppen nach Österreich zurück. Dabei wird der Loibl-Pass überquert und am 9. Mai 1945 die Brücke über den Drau nördlich von Ferlach. Hier wird die Truppe von jugoslawischen Einheiten aufgehalten und nach erfolglosen Verhandlungen werden die jugoslawischen Truppen am Morgen des 11. Mai 1945 angegriffen, wobei auch zwei Panzer zerstört werden.
Im Anschluss wird die Brücke passiert, man ergibt sich britischen Truppen und wird im Lager Viktring gesammelt. Die Zusammensetzung von von Seeler’s Truppen wird unterschiedlich dargestellt, vermutlich befanden sich aber folgende Verbände unter seinem Kommando:

·        Angehörige einer Waffen-SS-Unterführerschule

·        Heeres-Flak-Abteilungen 309 und 310

·        Marine-Flak-Abteilung 720

·        Teile der SS-Polizei-Regimenter 17 und 28

·        SS-Polizei-Regiment 19

·        Feldgendarmerie-Bataillon (mot.) 3

·        Polizei-Panzer-Kompanien 13 und 14

·        eine Polizei-Pionier- und Polizei-Infanteriegeschütz-Kompanie

·        SS-Ersatz-Regiment “Prinz Eugen

·        Weitere kleinere Einheiten

Werner von Seeler verstirbt am 13. November 1999 in Bad Schwartau.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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