Hauptmann Ernst Mertens

Ernst Mertens wurde am 4. Mai 1907 in Eickel geboren.

Leider ist über sine Jugendjahre und die anfängliche militärische Laufbahn nichts bekannt. Allerdings erlebte er schon die Eroberung der Krim 1941/42 bei der 50. ID, die Verleihung des DKiG gibt darüber Auskunft.

Zum ersten Mal tat sich Mertens am 9. Januar 1943 im Kaukasus besonders hervor, als er sich als Leutnant und Adjutant des III./GR 123 von Hauptmann Bärenfänger einem Einbruch der Sowjets beim III./GR 123 entgegenstellte. Hierbei raffte er zusammen mit Oberarzt Dr. Walf eine Handvoll Männer des Bataillonsstabs und die Reste der 12. (MG)/GR 123 zusammen und riegelte die russische Einbruchstelle ab.
1943 wird er zum Oberleutnant befördert und besitzt bereits beide Eiserne Kreuze sowie das Infanteriesturmabzeichen in Silber und das Verwundetenabzeichen.
Er wird Chef der 12. (MG)/GR 123 und führt sie erfolgreich im Kubanbrückenkopf. Ende Oktober 1943 wird er auch mit Teile der GR 121 und 121 zum Dnjepr geflogen, um dort auszuhelfen. Hierbei zeichnet er sich erneut als Führer der Nachhut aus und setzt beispielsweise als letzter gegen 3 Uhr früh am 1. November 1943 über den Dnjepr, nachdem sich nach schwersten Panzerangriffen alle dort eingesetzten Teile der 50. ID befehlsgemäß auf das Westufer zurückgezogen hatten. Den Truppen fehlte jegliche Unterstützung durch schwere Waffen.
Nach dem dortigen Abwehrerfolg werden die Teile der 50. ID ab dem 11. November 1943 wieder auf die Krim bei Kertsch zurückgeflogen. Oberleutnant Mertens übernimmt das II./GR 123 für Hauptmann Schmidt und greift mit diesem am 16. November zwei Höhen an, die genommen werden, jedoch aufgrund der starken russischen Übermacht bald wieder verloren gehen.
Als Führer des II./GR 123 fällt Mertens, inzwischen zum Hauptmann befördert, am 10. Januar 1944 nördlich Kertsch auf der Krim bei der Verteidigung der Höhen 133,3 und 125,6. Die Sowjets greifen an diesem Tag mit großen Schlachtfliegerverbänden den Frontabschnitt an und landen im Rücken des Bataillons von See her an. Posthum wird ihm am 27. Januar 1944 das Deutsche Kreuz in Gold verliehen.
Seine sterblichen Überreste liegen vermutlich, da eine Identifizierung seiner Person nicht möglich war, auf dem Friedhof Sewastopol.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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