Oberleutnant Adolf Hebisch


Adolf Hebisch wurde am 3. Juli 1912 in Schildberg/Warthegebiet geboren.
Nach erfolgter Schulausbildung, absolvierte er als Vorbereitung auf die Übernahme des väterlichen Speditions- und Kohlengeschäfts eine kaufmännische Lehre.

1939 wurde er zum Inf.Ers.Btl. 188 nach Guben eingezogen und avancierte noch im selben Jahr zum Offiziersanwärter und MG-Führer. Sodann wurde er zur 10./IR 121 der 50. ID abkommandiert und erlebte hier die Gefechte in Frankreich, Griechenland und Russland. Er besuchte die Kriegsschule in Döberitz und wurde im Januar 1942 Leutnant befördert.

Zurück zur 50. ID wurde er Zugführer in der 7./IR 121 und nahm an den schweren und verlustreichen Kämpfen auf der Krim und am Terek teil, wo auch er verwundet wurde. Nach seiner Genesung kehrte er abermals zur Division zurück und übernahm die 3./FüsBtl. 150 als Kompanieführer.
Am 16. Januar 1944 erhielt er das Deutsche Kreuz in Gold, nachdem er die schweren Abwehrkämpfe bei Kertsch und Perekop miterlebt und u.a. auch die Nahkampfspange erhalten hatte. Durch eine erneute, inzwischen dritte, Verwundung wurde er von der Krim ausgeflogen, um in der Heimat auszukurieren. Dies bewahrte ihn vor der russischen Kriegsgefangenschaft.

Wenige Monate vor Kriegende führte er als Oberleutnant eine ROB-Einheit an der Oderlinie und kam im April 1945 im Harz in amerikanische Kriegsgefangenschaft.

Nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft übernahm er mit seiner Frau das väterliche Geschäft in Berlin-Spandau und war maßgeblich an der Sammlung der Berliner Kameraden der Traditionsgemeinschaft beteiligt. Auch übernahm er den Vorsitz der Berliner Kameraden, welchen er 1989 aus gesundheitlichen Gründen abgab.
Noch zu Zeiten der DDR besuchte er ehemalige Divisionsangehörige in Ostberlin und unternahm mit ihnen Ausflugsfahrten in die Mark Brandenburg und andere Gebiete der DDR.

Adolf Hebisch verstarb 1998 im Alter von 85 in Berlin. Seinen Soldaten bleibt er als vorbildlicher, besonnener und fürsorglicher Offizier in Erinnerung, der auch nach dem Krieg teilweise draufgängerische Zivilcourage bewies.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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Danke Hannes